Sophus - Wer bin ich wohl?

Ich weiß nicht ob du mich kennst mein Name ist Sophus. Ich bin der König der Vögel. Warum das so ist, erzähle ich dir später. Man nennt mich auch Schneekönig. Das kommt daher, dass ich ein Standvogel bin (das heißt, dass ich hier überwintere) und auch im Winter munter vor mich hin trällere. Entdecken wirst Du mich hauptsächlich, wenn ich singe. Denn trotz meiner kleinen, rundlichen Größe, kann ich nachdem ich leise begonnen haben, laut schmetternd singen. Mein Gesang beinhaltet weit über 100 verschiedene Töne und ist über Distanzen von bis zu einem halben Kilometer zu hören. Beim Singen verändere ich hüpfend mehrmals meine Position. Wenn Du mal in anderen Regionen unterwegs bist, dann achte dort auf meine Artgenossen. Der Gesang von amerikanischen, asiatischen und europäischen … hat eine unterschiedliche Dauer und Struktur. Ich bin kleiner als ein Sperling, dunkelbraun, habe einen dünnen hellen Streifen über den Augen und bin seitlich fein quer gebändert. Mit einer durchschnittlichen Körperlänge von 10 cm erreiche ich ein Maximalgewicht von gerade einmal neun bis zehn Gramm. Mein kurzer Schwanz ist meistens gestelzt (das bedeutet, er ist nach oben gestellt). Die Weibchen sehen genauso aus, wie wir Männchen, ihr Gesang ist nur etwas leiser. Mit meinen kurzen Flügeln bewege ich mich weniger fliegend als am Boden hüpfend fort. Häufig husche ich wie eine Maus durch das Unterholz auf der Jagd nach kleinen Kerbtieren, Ameisen, Fliegen und Spinnen. Mit meinem feinen Schnabel erreiche ich auch in kleinsten Ritzen sitzende Beutetiere. Ich bin in nahezu allen Ländern der Erde beheimatet. Vor allem in Asien, Nordafrika, Nordamerika und Europa bin ich verbreitet. In Wäldern, Parks und Gärten mit dichten Unterwuchs fühle ich mich zuhause. Dabei bevorzuge ich Landschaften und naturbelassene Gärten mit ausreichend Versteckmöglichkeiten, wie Hecken, Komposthaufen und Dickicht, sowie Bachufer mit freistehenden Wurzelstöcken. Denn ich verstecke mich vor meinen natürlichen Feinden, den Greifvögeln, Füchsen, Eichhörnchen und Mardern. Mein Federkleid ist an der Oberseite rotbraun und durch die dunkleren Wellenlinien am am Rücken und an den Flügeln bin ich im Gebüsch perfekt getarnt.
Willst Du nun wissen warum ich der König der Vögel bin?

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Das ist ein Teil einer der Waldgeschichten mit dem Waldflüsterer.

Süßgräser - Die Haare von Mutter Erde

Die indigenen Völker wissen uns Süßgräser noch zu schätzen. Sie flechten aus uns Süßgräsern Zöpfe und machen daraus z. B. Körbe. Das Flechten der Süßgräser ist eine heilige Handlung, denn bei den indigenen Völkern sind wir eine heilige Pflanze. Sie bezeichnen uns als das Haar von Mutter Erde. Stell Dir vor Du kannst mit dem Flechten von Süßgras einen zärtlichen Kontakt zu Mutter Erde aufbauen voller Liebenswürdigkeit und Güte, wie zwei Mädchen die sich gegenseitig Zöpfe flechten. Macht das am Besten zu zweit. Einer hält das Ende und der Zweite flechtet. Steht dabei barfuß im Gras und spürt was mit Euch passiert. Ihr werdet mich nie wieder „Unkraut“ nennen. Versprochen.

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