Euphemia Eberesche

Ich weiß nicht ob Du mich kennst, mein Name ist Euphemia Eberesche. Wegen meiner Höhe von bis zu 15 m mit rundlicher Krone werde ich oft als sommergrüner Laubbaum angesehen. Ich bin an sich jedoch eher ein locker verzweigter Strauch und zähle zu den Rosengewächsen. Meine Blätter sind etwa 20 cm lang, aus 9 bis 15 wechselständigen, länglich-elyptischen und spitz gesägten Fiedern bestehend, die oberseits anliegend behaart und unterseits filzig sind. Sie ähneln den Blättern eines Baumes, daher der Name. Wenn Du meine jungen Blätter zerreibst so riechen diese nach Marzipan. Ich habe eine schwarzgraue glatte und später längsrissige Rinde und bin sehr lichtbedürftig.

Manche von Euch haben gelernt, dass meine Vogelbeeren tödlich sind und ihr diese nicht essen dürft. Das ist gar nicht wahr. Richtig ist, dass sie bitter schmecken und Parasorbinsäure enthalten. Wenn du roh zu viel davon ist, kann dir davon schlecht werden oder du bekommst eine Magenverstimmung. Wenn die Beeren gekocht werden ist das weg. Daraus könnt ihr Likör, Gelee, Marmeladen oder Mus machen. Manchmal frage ich mich, ob solche falschen Gerüchte bewusst verbreitet wurden, damit ihr Menschen nicht mehr wisst, welche Vielfalt wir in der Natur für euch bereithalten, vor allem wenn wir im Einklang leben.


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Sophia Schleiereule

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Ich weiß nicht ob du mich kennst mein Name ist Sophia Schleiereule. Schon seit Urzeiten wird meine Gattung mit Weisheit in Verbindung gebracht und ich bin die weiße unter den Weisen. Meine Botschaften gelten als besonders lichtvoll und hochschwingend. Ich bin größer als eine Krähe, hell und habe lange Beine. Die Männchen und Weibchen sind bei uns übrigens mit ungefähr 30 cm gleich groß. Besonders auffällig ist mein schneeweißes herzförmiges Gesicht, welches die kleinen und tiefschwarzen, und im Gegensatz zu anderen Arten meine Gattung, nach vorne blickenden Augen umgibt. Mein Gefieder ist schleierartig mit dunklen Punkten übersät und erscheint am Rücken goldbraun. Auf der Bauchseite gibt es mich in zwei Varianten mit weißem oder gelbbraun-tropenfleckigem Gefieder. Meine Flügel sind sehr lang und die Spitzen überragen meinen Schwanz beim Sitzen. Ich bin in der Dämmerung und nachts unterwegs und kann durch mein besonderes Gefieder und der Art wie ich fliege nur wenige Meter über dem Boden lautlos fortbewegen. Meine Beute sieht mich erst wenn es zu spät ist.


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